Erkrankung, die durch eine Störung des normalen Knochenwachstums im Bereich des Ansatzes der Kniescheibensehne am Schienbeinkopf (Tuberositas tibiae) verursacht wird. Das Osgood-Schlatter-Syndrom wird den juvenilen Osteochondrosen zugerechnet. Es tritt vorwiegend bei Jungen im Alter von 10–14 Jahren auf und kann Folge sportlicher Überlastung sein.
Befund: Typischerweise werden Schmerzen durch die Bewegung des Knies (z. B. beim Gehen) sowie durch Druck auf den Ansatz der Kniescheibensehne ausgelöst. Im Röntgenbild zeigen sich charakteristische Veränderungen, mit denen sich die klinische Diagnose sichern lässt.
Behandlung: Die Therapie besteht v. a. in Schonung. Wie alle Osteochondrosen hat das Osgood-Schlatter-Syndrom eine Tendenz zur Selbstheilung. Zum Ende des Körperwachstums wird der tote Knochen häufig abgebaut und durch neuen, lebendigen ersetzt. Bleiben in seltenen Fällen Beschwerden bestehen, kann ein operativer Eingriff nötig sein.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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