seltene, chronisch-entzündliche Bindegewebserkrankung der Haut, bei der weißliche, herdförmige Flecken auftreten.
Befund: Meist entstehen an den äußeren Genitalien weißliche, porzellanartige, narbig geschrumpfte Bereiche an Schamlippen und Damm. Bei Frauen ist der Scheideneingang verengt, es besteht quälender Juckreiz. Beim Mann treten die Hautveränderungen an Eichel und Vorhaut auf. Es entsteht eine Verengung der Vorhaut (Phimose). Außerdem kann es zu einer Verengung der Harnröhrenmündung kommen. Auch andere Körperbereiche, meist Nacken und Rücken, aber auch Arme, können betroffen sein. Typischerweise bestehen dort mehrere kleine, porzellanartige, bläulich weiße Flecken, die zu größeren Arealen zusammenfließen können, jedoch keinen Juckreiz verursachen.
Behandlung: Die Hautveränderungen bedürfen hauptsächlich im Genitalbereich einer Behandlung. Äußerlich werden kortikoidhaltige Salben, Testosteronpräparate, bei Frauen auch Östrogensalben (Vulvadystrophie) aufgetragen. Die Therapie ist nicht immer erfolgreich. Die befallenen Hautbezirke müssen vor Verletzungen geschützt werden. Unterstützend wirken rückfettende Maßnahmen. Da sich sehr selten ein Hautkrebs entwickeln kann, sind halbjährliche Kontrolluntersuchungen erforderlich.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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