vollständige Füllung des Harnblaseninnenraums mit Blut bzw. Blutgerinnseln, die den Blasenausgang versperren und dadurch die Blasenentleerung verhindern. Eine Blasentamponade ist die Folge von Einblutungen in die Harnblase, wobei das Blut aus der Blase selbst oder aus den oberen Harnwegen bzw. der Prostata stammen kann, z. B. nach einer Blasenoperation, einer Blasenpunktion oder beim Zerfall eines Harnblasentumors. Die Betroffenen leiden unter akutem Harnverhalt, schmerzhaftem Harndrang und Bauchschmerzen. Bei starken Blutungen kann es auch zu Kaltschweißigkeit, Herzjagen, starker Blässe und Bewusstseinsstörungen als Hinweis auf einen Schock kommen. Zunächst wird die Tamponade mithilfe eines Katheters oder einer Blasenspiegelung ausgeräumt und die Blase anschließend gespült. Anschließend wird meist im Rahmen der Blasenspiegelung die Blutungsquelle gesucht und die Blutung gestillt.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
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